Banco Del Mutuo Soccorso: Transiberiana (Review/Kritik)

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Im Grunde ist diese Veröffentlichung ein aufsehenerregendes Ereignis ohnegleichen für die Progressive Rock-Szene, denn auf “Transiberiana” sind die ersten neuen Kompositionen von BANCO DEL MUTUO SOCCORSO seit sage und schreibe 25 Jahren zusammengestellt worden. Die Band, die zu den wichtigsten des sogenannten RPI gehört (dem sehr eigenständigen und -willigen italienischen Ausläufer der Stilistik in den 1970ern), erfüllt damit den Traum vieler Insider, die sich nach einer Fortsetzung der künstlerischen Erfolge der Musiker gesehnt haben, auch wenn diese in kommerzieller Hinsicht wohl nicht an ihre Klassiker anknüpfen dürften.

Zeiten wie zum Release des Bandstandards “Darwin!” vom Anfang des besagten Jahrzehnts, dessen Evolutionskonzept heute zufälligerweise brandaktuell wäre, sind eben vorbei, doch das Comeback erinnert in der Tat in mehrfacher Hinsicht an jene Scheibe. Wie es sich für eine zünftige Retro-Abfahrt gehört,folgt das aktuelle Material abermals einem thematischen Roten Faden, der allerdings anders als recht oft in BANCOs Vergangenheit weder gesellschaftskritischer noch politischer, sondern subjektiv persönlicher Art ist. Das verbliebenen Gründungsmitglied Vittorio Nocenzi (Tasteninstrumente und Gesang) stellt in seinen Texten schlicht Betrachtungen über seine Karriere und eine mögliche Zukunft an.

Vor diesem Hintergrund besitzt “Transiberiana” erstaunlich dicke Muskeln, wenn man es so ausdrücken möchte. Die demonstrierten Tugenden (eine “analog” klingende Produktion, Virtuosität, in ihrer Ausgefeiltheit geradezu orchestrale Arrangements) mögen althergebrachte sein, der Zugang der Gruppe ist jedoch dezidiert zeitgemäß, denn die Gitarren erzeugen gehörigen Druck, wodurch die komplexen Strukturen der Songs erheblich leichter fassbar werden. Man kann sich als unbedarfter Hörer an Riffs orientieren, nicht zu vergessen, dass das lobenswert kurz gehaltene Material vor griffigen Melodien strotzt.

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In dieser Hinsicht liegen ‘L’Imprevisto’ und ‘Campi Di Fragole’ als kompakteste Nummern weit vorne. Es sind quasi Genre-Hits wie aus dem Lehrbuch, denen mit ‘Eterna Transiberiana‘ und ‘Lasciando Alle Spalle’ mindestens zwei je sechseinhalb Minuten dauernde Machtdemonstrationen in Sachen Art Rock der alten Schule gegenüberstehen.

FAZIT: “Transiberiana” steht für ein durchweg erfreuliches Wiederhören mit BANCO DEL MUTUO SOCCORSO und den bei zurückkehrenden Veteranen-Acts erhofften Idealfall, denn der klassische Bandsound wurde auf kongeniale Weise aktualisiert, weshalb zu hoffen steht, dass es die Italiener nun noch einmal wissen wollen.

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